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Napoleon Bonaparte



Das revolutionäre Frankreich wurde von Napoleon Bonaparte (1769-1821) zu militärischen Offensive geführt. 1804 ließ er sich als erfolggekrönter Befehlshaber zum Kaiser krönen. Nun ging Napoleon der Blütezeit seiner Herrschaft entgegen. Halb Europa konnte er unter seine Regierungsgewalt bringen und ebenso Preußen bei Jena und Auerstedt schlagen. Im November 1806 brauchen seine Bataillone in Hessen auf. Kurfürst Wilhelm I. nahm den vollständigen Edelmetallvorrat und floh.

Eingenommen von der Eroberungspolitik wollte Napoleon Europa neu ordnen. Er hatte Visionen für die Ewigkeit und dachte in großen Dimensionen. Das in mehrere Kleinstaaten zerstreute Deutschland stand im Zentrum seiner Bestrebungen. Das Abkommen von Tilsit, geschlossen im Sommer 1807, verschaffte ihm freie Hand. Mit Russland wurde Frieden geschlossen und seine Vormachtstellung in Europa wurde bekräftig. Nun waren alte Grenzen in West- und Mitteleuropa kein Hindernis mehr und er hatte freie Hand beliebig neue Staaten zu schaffen. Das Königreich Westphalen, welches sich über das mitteldeutsche Gebiet erstreckte, war eine solche Neuschöpfung ohne jegliche historischen Bezüge. Zur Hauptstadt wurde Kassel ernannt.
 

Da der westfälische Anteil mit den Regionen um Osnabrück und Minden der Kleinste war, konnte der Name des Königreiches leicht verwirren. Weitere Gebiete waren der Harz, Halle, Magdeburg, Göttingen, Braunschweig und das Kurfürstentum Hessen mit Kassel und Marburg. Norddeutschland samt Hannover war zeitweise ebenso dazugehörig. Das Königreich war in acht Departements sowie in Kantone und Bezirke aufgeteilt, in Anlehnung an das französische Vorbild. Für die Bürger waren die Einheitsstaat der Landesteile und die neugebackene Gesetzgebung ungewohnt und fremd.


 

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